Am vergangenen Wochenende starteten zwei LAF-Mannschaften bei Südwestdeutschen Meisterschaften. Beide hatten zunächst aufgrund des neuerlichen Wintereinbruchs größte fahrtechnische Probleme zu lösen. Im Kampf gegen die besten Mannschaften aus den drei Bundesländern Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz mussten beide Teams feststellen, dass man in Rheinland-Pfalz zwar bei beiden Turnieren zu den besten zählt, gegen die Konkurrenz aus dem Saarland und aus Hessen derzeit aber etwas hinterher hinkt.

mit vier Inaktiven benötigten wir natürlich zwei Sätze, um uns wieder aufeinander abzustimmen“ (Melli)
Im saarländischen Schmelz trafen sich die Ü-31 Seniorinnen. Und obwohl mit dem TuS Gensingen der zweite Rheinland-Pfalz-Vertreter nicht anreiste und sich somit nur drei Mannschaften für das Ticket für die Deutschen Meisterschaften bewarben gelang es den LAF Sinzig nicht, einen der ersten beiden Plätze zu belegen. „Wir hätten uns gerne gegen die favorisierten Seniorinnen aus Saarbrücken eingespielt“, beklagte Sinzigs Maike Gausmann-Vollrath die Reihenfolge der Spiele. Denn während der Hessenvertreter TuS Griesheim zunächst gegen Saarbrücken antreten musste und sich dabei abstimmen konnte, war für die LAF dieses Duell das erste Spiel. „Und mit vier Inaktiven benötigten wir natürlich zwei Sätze, um uns wieder aufeinander abzustimmen“, kommentierte Spielmacherin Melanie Deurer die vielleicht vermeidbare 0:2 Niederlage (18:25, 16:25). Im zweiten Spiel lief es dann schon merklich besser, doch Saarbrücken wurde seiner Favoritenrolle gerecht und ließ den Sinzigerinnen beim 2:0 (25:14,25:22) keine reelle Gewinnchance. Dazu hätte es schon dem Mitirken von Eva Kamenz und Swetlane Hörsch bedurft, die jedoch an diesem Tag ein Nachholspiel in der Regionalliga bestreiten mussten.

LAF Sinzig: Stephanie Pauls, Maike Gausmann-Vollrath, Christa Liemersdorf, Melanie Deurer, Alexandra Doll-Wilhelmy, Sabine Junk, Monika Koschel, Christine Scheler


Zur gleichen Zeit ermittelte auch die männliche U-16 im hessischen Biedenkopf den Südwestdeutschen Meister sowie die Teilnehmer an den Deutschen Meisterschaften in dieser Altersstufe. Wie schon befürchtet hatte der LAF-Nachwuchs eine superschwere Vorrundengruppe erwischt und belegte am Ende des Turniers den fünften Platz. Dabei enttäuschten die jungen Sinziger keineswegs. Im ersten Spiel gegen den Hessenmeister TuS Kriftel hatten sie sogar zwei Satzbälle und unterlagen im ersten Satz nur denkbar knapp und unglücklich mit 28:30! Nach diesem Kraftakt erlitten dann die LAF dann im zweiten Satz gegen den technisch sehr gut ausgebildeten und sehr schnellen Gegner mit 13:25 einen deutlichen Einbruch. Einen ähnlichen Verlauf vernahm das zweite Spiel gegen den TV Bliesen, der als einziger Saarlandvertreter nahezu identisch mit der Saarland-Auswahl ist. Nach einem nahezu ausgeglichenen ersten Satz (22:25) konnten dann die jungen Sinziger im zweiten Spielabschnitt nicht mehr mithalten und verloren mit 12:25. Dass Kriftel und Bliesen im Anschluss an der Vorrunde die beiden Halbfinalspiele deutlich gewannen und im Finale die Südwestdeutsche Meisterschaft unter sich ausmachten zeigt, dass bei einer günstigeren auslosung ein besserer Platz für den LAF-Nachwuchs möglich gewesen wäre. So blieb nur noch das abschließende Spiel um den fünften Platz, in dem die LAF erstmals in dieser Saison den amtierenden Rheinland-Pfalz-Meister VBC Haßloch bezwingen konnten. Der Sieg fiel mit 25:22 und 25:13 recht deutlich aus, obwohl LAF-Trainer Manfred Michno am Ende die besten Spieler vom Feld nahm und der zweiten Reihe eine Chance gab. „Wir haben sehr gut gespielt und unsere Leistung gebracht, doch sowohl Kriftel als auch Bliesen zeigten uns deutlich unsere Grenzen auf“, anerkannte Michno das deutlich höhere Spieltempo und die größere Genauigkeit bei den beiden Topteams. „Am Ende standen gegen Hassloch jedoch nur noch Spieler des Jahrganges 1996 auf dem Feld, und die sind im nächsten Jahr spielberechtigt“, macht er jedoch deutlich, dass die Sinziger im nächsten Jahr erneut angreifen werden.

LAF Sinzig: Manuel Michno, Clemens Ullmann, Jan-Niklas Comes, Martin Friedrich, Alexander Grzeska, Alexander Schaab, Matthias Ullmann, Nils Andres, Fabio Bettin

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