Regionalliga Südwest Männer:
LAF Sinzig – Eintracht Frankfurt 0:3 (25:27, 8:25, 19:25)

Gegen so viel Erfahrung ist schwer anzukommen“
(mpa/rz) Auf eine volle Halle und auf den ersten Heimsieg hatten die Volleyballer der LAF Sinzig in ihrem ersten Heimspiel in der Regionalliga gehofft. Mit 100 Zuschauern war die Halle zwar auch gut besucht, Punkte gab’s aber keine. Sinzig verlor das Aufsteigerduell mit Eintracht Frankfurt glatt mit 0:3 (25:27, 8:25, 19:25).

„Vielleicht haben wir uns selbst zu sehr unter Druck gesetzt“, mutmaßte Spieler und Teammanager Oliver Grunzke anschießend. Möglich aber auch, dass die LAF der Routine und Erfahrung der Gäste nicht gewachsen waren. Hinter dem Eintracht-Team verbirgt sich die bisherige Mannschaft von Orplid Frankfurt, die sportlich den Aufstieg in die Regionalliga geschafft hat, aber aus wirtschaftlichen Gründen zum Großverein Eintracht Frankfurt gewechselt ist und dabei das Regionalligaspielrecht mitgenommen hat. 1988 hatte Orplid diesen Wechsel hin zur Eintracht bereits schon einmal vollzogen, damals als Meister der 2. Bundesliga. Nach dem Aufstieg in die 1. Liga gelang zwar kein Sieg mehr, doch sind aus dieser Zeit noch drei Spieler dabei: Uwe Fuhr (52), Stefan Ruppert (46) und Roger Tschernet (48). Neu im Team sind unter anderem auch der 212-fache Ex-Nationalspieler David Schüler (49) sowie Ex-Nationalspieler Volker Braun (44).

„Gegen so viel Erfahrung ist schwer anzukommen“, sagte Grunzke. Besonders gegen die Aufschläge. Den harten Sprungangaben von Schüler und Löwen hatten die Gastgeber nichts entgegenzusetzen. „Dazu haben wir nicht die Klasse“, räumte LAF-Spieler Matthias Michno ein. So hielten die LAF den ersten Satz lange Zeit offen, verloren ihn aber knapp mit 25:27. In der Folge spielten die Frankfurter ihre ganze Routine aus.

LAF Sinzig: Andreas Fast, Artur Wotzke, Christoph Drodt, Konstantin Skok, Oliver Grunzke, Merlin Hinsche, Thomas Schäfer, Jan Niklas Comes, Manuel Michno, Matthias Michno, Patrick Hehmann, Serge Moor

 

Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland:
LAF Sinzig – FC Wierschem 3:2 (25:14, 25:18, 24:26, 22:25, 15:11)

(sp) Den ersten Sieg im zweiten Saisonspiel konnte am vergangenen Samstag die 1. Damenmannschaft der LAF Sinzig verbuchen und steht mit ausgeglichenem Punkteverhältnis auf dem 5. Platz der Tabelle.

So ein Spiel muss man eigentlich 3:0 heimbringen“
Die LAF Sinzig begannen mit nur 7 Spielerinnen im Kader – die beiden Jugendspielerinnen Tamara und Sarah Rosauer konnten diesen Spieltag nicht wahrnehmen – konzentriert, profitierten jedoch in den ersten beiden Sätzen von den ungewöhnlich vielen Aufschlagfehlern der Gäste vom FC Wierschem. Bis zum Spielstand von 15:12 aus Sinziger Sicht im ersten Satz gestaltete sich das Spiel ausgeglichen. Eine Aufschlagserie von Neuzugang Annelie Harre (9 Punkte in Folge) und eine gute Mannschaftsleistung führte dann zum entscheidenden 12-Punkte-Vorsprung und dem deutlichen Gewinn des Satzes mit 25:14.

Im zweiten Durchgang übernahmen die LAF Frauen endgültig das Kommando und konnten eine immerwährende Führung auf 25:18 und eine 2:0 Satzführung ausbauen. Eine solide Annahme um Libera Maike Gausmann-Vollrath erlaubte im Aufbau ein variables Spiel. Ab dem dritten Satz drehten sich jedoch die Vorzeichen : Während der FC Wierschem immer fehlerfreier agierte, häuften sich im Sinziger Team vor allem die Aufschlag- und Eigenfehler in nicht akzeptabler Weise. Kurz vor Satzende erzielte der Gegner erstmals eine Führung und behielt diese mit dem notwendigen Quentchen Glück am Ende mit 26:24 inne.

Die daraus resultierende Verunsicherung bestimmte das Spielgeschehen im 4. Abschnitt. Als sich Wierschem Mitte des Satzes mit 4 Punkten absetzten konnte und diesen Vorsprung auch nicht mehr aus den Hände gab, musste der 5. Satz die Entscheidung bringen. Hier erwischten die Sinzigerinnen einen Traumstart und konnten mit einer 8:1 Führung letztmalig die Seiten tauschen. Nach 108 Minuten Spielzeit gewannen die LAF Sinzig ihren dritten Satz und damit ein hart umkämpftes Spiel.

„So ein Spiel muss man eigentlich 3:0 heimbringen“, ärgerte sich Sinzigs Trainer Fred Theis über das unnötig lange Spiel seiner Mannschaft. Besonders hervor hob er jedoch Diagonalspielerin Claudia Bach, die vor allem im 4. und 5. Durchgang mit kross geschlagenen Angriffsbällen sehr regelmäßig für ihr Team punkten konnte. Der Spielplan gibt den Frauen der LAF Sinzig nun 3 Wochen Zeit, sich auf ihr nächstes Heimspiel gegen den TV Lockweiler vorzubereiten.

LAF Sinzig: Claudia Bach, Melanie Deurer, Sandy Dutschke, Maike Gausmann-Vollrath, Annelie Harre, Fanny Mertin, Stefanie Pauls