Die Rheinland-Pfalz-Pokalendrunde in Landau wurde für die beiden LAF-Mannschaften zur Endstation im diesjährigen Pokalwettbewerb. Während dies bei den Männern nicht unerwartet eintraf, hatte man bei den LAF dem Frauenteam den Sieg durchaus zugetraut.

Männer: VC Mendig – LAF Sinzig 3:1 (22:25,17:25,15:25,9:25)

Leider sind wir dann am Ende des dritten Satzes eingebrochen" (Manfred)

Ausgerechnet der hoch favorisierte Bundesligist Mendig wurde bei der Auslosung um 10.30 Uhr den Sinzigern zugelost – und damit war der Pokal-KO für die LAF gegen den drei Spielklassen höheren Kontrahenten eigentlich schon eine besiegelte Sache. Doch im Spiel selbst rieben sich alle anwesenden zunächst verwundert die Augen, denn der Tabellenführer der Landesliga setzte mit einer aggressiven und risikofreudigen Spielweise dem Favoriten gehörig zu. Ein Klassenunterschied war zunächst nicht erkennbar, denn die Sinziger Angreifer wuchsen im Kampf David gegen Goliath über sich hinaus und überwanden immer wieder die Mendiger Block- und Feldabwehr und sorgten dafür, dass die LAF zumeist mit ein, zwei Punkten in Führung lagen. Erst bei 20:20 konnten die Mendiger ausgleichen, konnten es dann aber erstaunlicherweise nicht verhindern, dass die Sinziger angeführt vom überragenden Matthias Michno den ersten Satz mit 25:22 gewannen! Nach diesem unerwarteten Auftakt kam der Favorit zwar besser ins Spiel, wobei die LAF allerdings zunächst verbissen kämpfend in Reichweite blieben und es dem VC Mendig nicht einfach machte zum Satzausgleich zu kommen. „Als das parallel ausgetragenen zweite Halbfinale zu Ende ging stand es in unserem Spiel 1:1 nach Sätzen und 14:17 Punkte im dritten Satz“, wunderte sich LAF-Trainer Manfred Michno über den zähen Widerstand in seinem Team. „Leider sind wir dann am Ende des dritten Satzes eingebrochen. Wir sind es einfach nicht gewöhnt, über einen längeren Zeitraum auf einem solchen Niveau zu spielen“, entschuldigte der Sinziger Coach den starken Leistungsabfall seines Teams im vierten Satz. Im abschließenden Finale besiegte Mendig dann das Regionalliga-Spitzenteam Mainz-Gonsenheim mit 3:0, sodass der Satzgewinn der Sinziger noch einmal aufgewertet wurde.

LAF Sinzig: Artur Wotzke, Patrick Hehmann, Merlin Hinsche, Matthias Michno, Oliver Grunzke, Peter Seidel, Manuel Michno, Marc Oeller

Frauen: ASV Landau – LAF Sinzig 3:0 (25:12,25:15,25:19)

Ausgerechnet den ebenfalls in der Oberliga spielende und in heimischer Halle auch favorisierte ASV Landau war den Sinzigerinnen zugelost worden, sodass das Halbfinale nicht zu dem gewünschten Aufgalopp für das auf vielen Positionen veränderte Sinziger Team werden konnte. Bei den LAF fehlten die beiden etatmäßigen Außen-Annahmespielerinnen Stephanie Pauls und Ernestine Meth, sodass aus der etatmäßigen Annahme nur Libero Yvonne Kamper übrig blieb. Und genau dieses Handicap erwies sich als zu groß, um den Erfolg vom Ligaspiel vor zwei Wochen gegen Landau zu wiederholen. Die Gastgeberinnen hatten diesmal auch zwei starke Angreiferinnen dabei, sodass es in den ersten beiden Sätzen zu einem einseitigem Spiel kam, in dem die Sinzigerinnen viel zu selten zu einem geregelten Spielaufbau kamen. „Julia Corinth und Merle Reitz, die beiden Annahmespielerinnen aus der Sinziger Zweiten, waren in diesem Niveau offensichtlich überfordert“, beschrieb Michno die Misere des Sinziger Spiels. Erst im dritten Satz stabilisierte sich die Sinziger Annahme etwas und die LAF konnte bis zum 11:11 das Spiel ausgeglichen gestalten. Mehrere ungenaue und misslungene Annahmen in Folge ließen die aufkeimenden Hoffnungen jedoch dann wie eine Seifenblase zerplatzen und Landau diesen Satz mit 25:19 gewann. Ein Sonderlob verdiente sich im Sinziger Team Fanny Merting, die neben den bekannten Stärken am Netz diesmal auch mit einer guten Annahme und Feldverteidigung überzeugen konnte. Im Finale bezwang Landau den FC Wierschem mit 3:1 und sicherte sich den Rheinland-Pfalz-Pokal.

LAF Sinzig: Yvonne Kamper, Fanny Merting, Sandy Dutschke, Ulrike Steen, Claudia Bach, Melanie Deurer, Diana Basilio, Merle Reitz, Julia Corinth, Julia Füllmann, Sarah Rochert

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